Harninkontinenz

Es ist leider immer noch ein Tabuthema, obwohl mindestens sechs bis acht Millionen Menschen allein in Deutschland darunter leiden:

Inkontinenz, also unkontrollierter Harn- oder Stuhlabgang.

Von der sehr häufigen Harninkontinenz, auch als Blasenschwäche verharmlost, sind allein in Nordhessen etwa 100.000 Männer und Frauen betroffen.

Es sind zu etwa zwei Drittel Frauen, denen diese Störung oft nicht nur den Schlaf, sondern auch ein Stück Lebensqualität raubt: Viele „mauern“ sich ein und wenn sie ihre Wohnung überhaupt verlassen, dreht sich alles um die Frage, ob immer schnell ein WC erreichbar ist.

Ein großer Teil der Betroffenen schweigt aus Scham – oder weil die Blasenschwäche immer noch als unabwendbare Folge des natürlichen Alterungsprozesses und als nicht heilbare Krankheit angesehen wird.

Das ist falsch.

Denn in rund 90 Prozent aller Fälle ist eine Heilung oder zumindest deutliche Besserung möglich.