Hormonersatztherapie

Was passiert wirklich bei einer Hormonersatztherapie?

Zu Beginn einer Hormoneinnahme kann es zunächst einmal zu einer leichten Gewichtszunahme von etwa 1 bis 1,5 kg kommen.

Der Grund:
Östrogen ist auch für den Feuchtigkeitsgehalt von Haut und Bindegewebe verantwortlich.

Hormonersatztherapie

Sie wird eingesetzt, um die Lebensqualität zu verbessern.

Während der Wechseljahre sinkt der Östrogenspiegel ab. Die Folge ist ein Austrocknen der Haut, verbunden mit vermehrter Faltenbildung.

Durch die Gabe von Östrogen wird die Feuchtigkeitsversorgung der Haut und des darunterliegenden Gewebes verbessert. Es kommt auch zu einer Verfeinerung des Hautbildes.

Dieser erwünschte und günstige Effekt lässt das Gewicht nur minimal ansteigen und es langfristig im Gegenteil zu einer Gewichtsabnahme kommt. Aufgrund der durchgeführten Studien kann man sogar sagen, dass Frauen, die Hormone über eine längere Zeit einnehmen, im Gegensatz zu den unbehandelten Frauen ein konstanteres Gewicht aufweisen.

Also braucht man ganz bestimmt nicht aus Angst vor dem „Dickwerden“ eine Hormonbehandlung abzulehnen.

Welche Nebenwirkungen hat sie?

Anfang 2000 wurde eine Studie aus Amerika abgebrochen, da der Verdacht bestand, das unter Hormoneinnahme mehr Brustkrebs, mehr Osteoporose und Infarkte auftreten.

Heute weiß man, dass diese Studie nicht die Verhältnisse in Deutschland abbildete. Die Frauen waren bei Hormoneinnahme zu Beginn viel älter als in Deutschland.