Osteoporose – Ein Überblick

Der Begriff Osteoporose stammt aus dem Griechischen und bedeutet: „poröser Knochen“.

Osteoporose

Die Osteoporose ist eine chronische Erkrankung, die in der Regel im höheren Lebensalter zum Ausbruch kommt. Eine neue Sichtweise besagt, dass die Wurzeln der Osteoporose bis in das Kindes- und Jugendalter zurückreichen.

Der weit verbreitete Bewegungsmangel, eine unausgewogene Ernährung und der frühzeitige Griff zur Zigarette bahnen den Weg in die Erkrankung der fünften bis achten Lebensdekade.

Die von der Osteoporose betroffenen Organe sind die Skelettmuskulatur, die durch stetige Austrocknung einen Verlust an Kraft und Koordinationsfähigkeit erleidet. Hierdurch steigt das Risiko für Stürze und Verletzungen, die häufig mit Knochenbrüchen einhergehen.

Betroffen sind außerdem Knochen, die mit der Muskulatur verbunden sind und durch Minderung ihrer Masse sowie der damit einhergehenden Beeinträchtigung der Struktur an Festigkeit einbüßen.

Erste Anzeichen der Krankheit

Knochenbrüche aus nichtigem Anlass und bei leichten Unfällen sind meistens ein Anzeichen dafür, dass eine Osteoporose vorliegt.

Ein Zusammensinken von Wirbelkörpern erfolgt zumeist schleichend und schmerzlos. Daher ist die Minderung der Körpergröße von mehr als drei bis vier Zentimetern auch osteoporoseverdächtig. Jeder achte Mensch über 50 erleidet Einbrüche der Wirbelkörper, während Oberschenkelhalsbrüche sogar bei jeder dritten Frau zu befürchten sind.

Zusammenhänge zwischen Osteoporose und Ernährung

Die Chance einer gesunden Ernährung im Hinblick auf die Prävention der Osteoporose bezieht sich in erster Linie auf die Förderung des Knochenwachstums und deren Mineralisation.

Dies geschieht überwiegend in der Kindheit, in geringem Maß auch nach Abschluss des Längenwachstums und das heißt, bis etwa zur dritten Lebensdekade. In dieser Zeit wird die Spitzenknochenmasse (peak bone mass) aufgebaut, die möglicherweise den wichtigsten Anhaltspunkt für eine lebenslange Knochengesundheit bildet.

Danach geht die bis dahin erreichte maximale Knochenmasse mit zunehmendem Alter und insbesondere bei Frauen in den Wechseljahren verloren. Inwieweit die peak bone mass genetisch festgelegt ist, konnte wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt werden. Der Einfluss körperlicher Aktivitäten, hormoneller Gegebenheiten und einer balancierten Diät ist durch zahlreiche klinische Studien nachgewiesen.

Eine „knochengesunde“ Lebensführung ist untrennbar mit der Ernährung verbunden und sollte schon im Kindes- und Jugendalter beginnen.

In den späteren Lebensabschnitten geht es nicht mehr um den Aufbau der Knochenmasse, sondern nur noch um deren Erhaltung.

Calcium – das tragende Element

Eine optimale Versorgung mit Calcium durch die Nahrung und seine Aufnahme im Darm sowie die Bioverfügbarkeit sind ausschlaggebend für die Calciumversorgung.

Die Steuerung der Calciumaufnahme im Darm wird von einem Vitamin-D-Hormon gesteuert. Das erklärt auch, warum der Tagesbedarf an Calcium und Vitamin D oft in einem Atemzug genannt wird.

Vorbeugung

  • Für eine tägliche Calciumzufuhr von ca. 1200-1500 mg sorgen. Dies gelingt meist durch eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Milchprodukten. Ist dies nicht möglich, helfen Calciumbrausetabletten oder Trinkampullen.
  • Insbesondere bei jungen Mädchen auf ausreichende Calciumzufuhr achten.
  • Eventuell Vitamin-D-Präparate nehmen, sprechen Sie uns darauf an. Auch Vitamin D ist für die Knochenbildung wichtig.
  • Ausreichender Aufenthalt im Freien, da die UV-Strahlung für die körpereigene Vitamin-D-Bildung unerlässlich ist.
  • Bewegung und Sport.
  • Phosphathaltige Fertiggerichte meiden. Phosphat bindet Calcium und der Blutcalciumgehalt nimmt ab.